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Welche Weichen müssen wir in Europa angesichts der sich häufenden Krisen stellen, um in einer „besseren, umweltfreundlicheren, digitaleren und inklusiveren Zukunft“ leben zu können (Ursula von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der EU 2021)? Was können wir diesbezüglich von unseren europäischen Nachbarn lernen, wenn wir einen Blick über den Tellerrand werfen? Und wie können wir unsere Schule weiterentwickeln, um gut für die Zukunft gerüstet zu sein? Dies waren die Kernfragen, die wir uns in der diesjährigen unter dem Motto „Fit for 2025?“ stehenden Europawoche am Erftgymnasium gestellt haben.

Den Startschuss bildete dabei am 02. Mai der Besuch von Herrn Martin Mödder, Mitglied im Speakers-Pool Team Europe Direct der Europäischen Kommission, der zwei Workshops an unserer Schule durchführte. Zunächst beschäftigte sich die Klasse 9a mit dem Thema “European Horror Stories“, anschließend diskutierten Schüler*innen der EF das Thema “The EU´s Green Deal“. In beeindruckender Art und Weise gelang es Herrn Mödder, einerseits Faktenwissen zur EU und aktuellen Entwicklungen anschaulich zu vermitteln sowie anderseits die Schüler*innen durch seine geschickte Methodenwahl aktiv an der Diskussion der gegenwärtigen Probleme und möglicher Lösungen zu beteiligen, und ihnen so die enormen Vorteile der Europäischen Union bewusst machen. 

Während der Europawoche wurde aber auch in den Klassen an Projekten mit Europabezug gearbeitet. Die Unterstufe (Jahrgangsstufen 5-7) beschäftigte sich teilweise fächerübergreifend mit den Themen Beach Holidays in Europe, Meeresschutz und Nachhaltigkeit. Dabei ging es auch darum zu überlegen, wie wir unsere Schule umweltfreundlicher und nachhaltiger gestalten können. Die besten Ideen jeder Klasse wurden dann am Europatag im Format „Höhle der Löwen“ einer aus unserem Hausmeister Herrn Scherello, der EF-Schülerin Paula Härting und Herrn Heimann bestehenden Jury vorgestellt. Alle Gruppen hatten tolle, praxisorientierte Ideen, die sich u.a. mit den Themen Müllvermeidung, Strom/ Energie sparen, Begrünung der Schule sowie dem Thema Umweltbildung beschäftigten. Daraus soll sich nun eine AG bilden, die ihre Ideen der breiteren Schulgemeinschaft präsentieren kann.

 

Die Schüler*innen der Klassen 8 und 9 nahmen an dem Schreibwettbewerb „Europa 2025“ teil, bei dem sie sich überlegen sollten, wie wir im Jahr 2025 in Europa in „einer besseren, umweltfreundlicheren, digitaleren“ Gesellschaft (glücklich) zusammenleben könnten. Die Gewinner*innen aus jeder Klasse präsentierten ihre Geschichten dann unter dem Motto “Publish my story“ einer aus Frau Hannappel, Frau Schmidt sowie Paula Härting bestehenden Jury. Diese zeigte sich von allen Beiträgen sehr begeistert. Als Gewinnerinnen wurden letztlich Sarah Kaspers für ihren Romanauszug zum Thema Vielfalt und Inklusion, Theresa Radespiels utopische Kurzgeschichte sowie der Comicband von Eva Schmid gekürt.

 

Jedes Jahr dient der Europatag aber auch dazu, (erfolgreiche) Europaarbeit einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. So stellten zum Beispiel Hanan Moudden, Elenia Peplow und Eva Kranefeld ihr Kinderbuch „Was nehmen wir aus der Coronapandemie mit?“ vor, mit dem sie beim diesjährigen 69. Europäischen Wettbewerb zum Thema „Nächster Halt Nachhaltigkeit“ den dritten Platz auf Landesebene gewinnen konnten. Thematisch gut zum Europatag passte auch der Beitrag von Theresa Radespiel zum Thema “Urban Gardening“, der ebenfalls einen Preis einbrachte. Anschließend präsentierten Mitglieder der Europa-Afrika-AG ein selbst erstelltes Plakat zur Sprachenvielfalt an unserer Schule. Weiterhin berichteten Teilnehmer*innen des Erasmus+ Projekt “Cultural Similarities and Differences in Norwegian and German Literature“ über die Ergebnisse ihrer Projektarbeit im vergangenen Schuljahr.

Zudem fanden noch weitere spannende Aktivitäten statt, so besuchten uns drei junge Student*innen von Fridays for Future Köln, um in der Klasse 7c und in der EF das Thema Nachhaltigkeit zu diskutieren. Für interessierte Schüler*innen wurde der Benin Escape Room geöffnet, der mit großem Engagement während der letzten Afrikawoche eingeweiht wurde. An einem entsprechenden „Europa-Pendant“ arbeiten übrigens gerade die Schüler*innen der Europa-Afrika AG von Frau Hannappel. Und demnächst wird es einen eigenen Europasong (“Stand up!“) geben, an dem der von Frau Stappenbeck geleitete Chor seine Arbeit aufgenommen hat.

Es lässt sich also ein positives Fazit ziehen: es war eine spannende Woche mit interessanten Gästen und tollen Beiträgen von Seiten der Schüler*innen. Sie haben gezeigt, dass sie hervorragende Ideen haben, sowohl Europa im Großen als auch unsere Schule im Kleinen zukunftsfähig zu gestalten. Nun gilt es nur noch, diese Ideen – so gut es geht – in die Tat umzusetzen…

Ansprechpartner für Europaprojekte: Herr Heimann

Bildergalerie folgt