Meine Woche in England
Am Mittwoch, den 15.März 2006 war es endlich so weit: Wir sind nach England geflogen! Ich glaube, alle waren ziemlich aufgeregt, unsere Austauschpartner wieder zu sehen. Mich natürlich eingeschlossen!
Allerdings hatte ich auch etwas Angst, dass mein Englisch nicht ausreichend ist, um mich mit allen dort verständigen zu können. Denn wenn Engländer sich normal miteinander unterhalten, ist das für mich persönlich etwas zu schnell und ich würde nicht alles verstehen. Aber ich hatte Glück, denn Hannah hat wirklich darauf geachtet, dass sie selbst und ihre Familie langsam mit mir sprechen und wenn ich mal etwas nicht verstanden habe, hat Hannah immer versucht mir zu erklären, was gemeint war.
Als ich am Donnerstag dann mit Hannah zur Mill Hill School in Ripley gegangen bin, war das ein komisches Gefühl, weil alle einen angeguckt haben, nur weil man keine Schuluniform getragen hat. Aber das hat sich dann im Laufe der Woche gelegt, als sich die anderen Schüler daran gewöhnt hatten, dass wir zu Besuch waren.
Ich persönlich finde, dass der Unterricht an der Mill Hill School ganz anders abläuft als bei uns. Es ist gar nicht so leicht zu erklären. Auf der einen Seite ist der Unterricht dort strenger, aber auf der anderen Seite ist er wieder nicht so streng wie bei uns. Aber wie gesagt, das ist meine Meinung zum Unterricht und ich denke, dass das in jeder Klasse anders war.
Aber auch die Unterrichtszeiten sind anders. Um 8.45 Uhr war zunächst „Register“, das sind 15 Minuten mit dem Klassenlehrer und der Klassenlehrerin, in denen überprüft wird, ob alle anwesend sind.
Da jede Schulstunde eine Stunde dauert, war dann von neun bis elf zwei Stunden Unterricht.
Danach hatten wir eine kleine Pause von 20 Minuten, in der wir uns auf dem Schulhof, in einem Raum, der „Red Room“ genannt wurde, oder bei der Kantine aufgehalten haben.
Nach einer weiteren Stunde Unterricht hatten wir dann um 12.20Uhr „lunch break“ - eine große Pause, die 55 Minuten gedauert hat und in der wir genügend Zeit hatten, um etwas zu essen oder einfach mit Freunden zu reden.
Nach der Pause war noch einmal ein „register“, um zu überprüfen, ob auch noch immer alle Schüler anwesend sind. Nach zwei weiteren Stunden war der Unterricht dann um 15.20 Uhr zu Ende und die Schüler, die Lust hatten, haben sich dann noch zu „clubs“ oder „Activities“ (wie unsere AGs) getroffen. Der Rest ist nach Hause gegangen.
Beim Unterricht, habe ich auf jeden Fall das Gefühl gehabt, dass wir etwas weiter sind als die Schüler in meinem Alter. Zumindest ist das bei meiner Austauschpartnerin so. Allerdings gibt es dort ja auch in jedem Fach verschiedene Kurse, wie bei uns an den Gesamtschulen.
Einen Aspekt, den ich auf jeden Fall an unser Schule schöner finde als an der Mill Hill School ist das Schulgebäude, weil Mill Hill hauptsächlich aus Kästen besteht, was man unten gut sehen kann:
Am Dienstag waren wir dann in der in England sehr bekannten Denby Pottery, wo man uns gezeigt hat, wie man das Porzellan herstellt, das sie verkaufen. Nachdem wir selber einen Frosch geformt hatten, konnten wir bewundern, wie schön die fertigen Teller aussehen:
An unserem letzten Tag waren wir, wie immer wenn wir vormittags unterwegs waren ohne unsere Austauschschüler, in Nottingham. Dort waren wir im Nottingham Castle, in den Caves (die ganze Stadt steht auf unterirdischen Höhlen) und sind anschließend Shoppen gegangen.
Alles in allem war das eine sehr schöne und informative Reise und ich persönlich traue mich jetzt mehr, mein Englisch anzuwenden, und kann wirklich jedem nur empfehlen, sich für den nächsten Austausch anzumelden.
See you
Janine Knaak, (damals) 9D


