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Die Theater-AG


Theater spielen ist das Allerletzte. Ganz am Ende eines langen Schultages sich müde versammeln, sich wach klopfen, energisch gehen lernen, über eine staubige Bühne kriechen, auf Knien um Gnade betteln, sich vor Lachen wälzen, laut brüllend Holz hacken.

Theater spielen macht Angst. Ganz alleine auf der Bühne stehen, in die grellen Scheinwerfer und ins Dunkle des Zuschauerraums schauen, den Text vergessen, stecken bleiben, nicht mehr weiter wissen. Hilfe brauchen.

Theater spielen ist mehr, als eine Rolle zu übernehmen. Auf der Bühne spiele ich mich – und etwas anderes. Ich spüre meinen Körper und den Raum, der ihn umgibt. Ich lasse meine Wut an Worten aus. Ich reagiere auf das Angebot des anderen, und gemeinsam erschaffen wir etwas Neues, noch nie Dagewesenes. Ich folge meiner Stimme, meinen Bewegungen in die Szene, die vor mir liegt. Ich probiere mich als eine andere aus und kehre größer zurück.

Theater spielen kann jeder. Wenn er sich traut.

Lust bekommen?

Die Theater-AG trifft sich montags in der 9. und 10. Stunde im PZ.

 

Johanna Berg

 



Ein „Sommernachtstraum“ am Erftgymnasium: Schülerinnen und Schüler verbinden Musik und Schauspiel

Ein voller Erfolg vor ausverkaufter Aula war die Aufführung von Felix Mendelssohn-Bartholdys Schauspielmusik „Sommernachtstraum“ durch das Schulorchester, zu der Schülerinnen und Schüler der Klasse 11f sowie der Theater-AG Szenen aus Shakespeares gleichnamiger Komödie aufführten.
Unter der einfühlsamen Leitung von Herrn Hettinger-Kupprat gestaltete das Orchester Mendelssohn-Bartholdys romantische Suite facettenreich. Im Wechsel mit den einzelnen Stücken stellten die Elfklässler (unter der Leitung von Wolfgang Bittner) gemeinsam mit den Schülerinnen der Theater-AG (betreut von Philipp Schmolke) die Plänkeleien zwischen der Feenkönigin Titania und Oberon, das Treiben des übermütigen Waldgeistes Puck und die tollpatschigen Schauspielereien der Handwerker aus Shakespeares Klassiker lebendig und mitreißend dar. Stimmungsvoll abgerundet wurde das Schauspiel durch das atmosphärische Bühnenbild, das Schüler unter der Anleitung von Cornelia Dahmen gestaltet hatten.

Pressebericht zur Aufführung von "Ein Sommernachts-traum"

 

Begeisternde Aufführung der Theater-AG

Die Theater AG erzielte mir ihrer Aufführung ihres Stückes "Scherben der Nacht" einen großen Publikumserfolg. Eine Aufzeichnung der Premiere kann darüber hinaus auf der Webseite von BM-tv unter der Rubrik "Theater" angeschaut werden.

 

"Scherben der Nacht" - Premierenbericht aus der Kölnischen Rundschau

Chaos der Träume bis zum Morgen

Theater-AG feiert Premiere
CHRISTINE BLÖDTNER

BERGHEIM. Es ist stockfinster. Auf der Bühne liegen 13 Mädchen, ihre Köpfe auf Kissen gebettet oder aneinander gekuschelt. Alle sind sie barfuß, schwarz gekleidet. Sie schlafen - scheinbar.

Denn, was sie gleich spielen werden im Pädagogischen Zentrum des Erftgymnasiums Bergheim ist eine Szenenfolge zum Thema Träumen. Der Titel: "Scherben der Nacht". Wenn das Licht der Nachtischlampe verloschen ist, man sich in der Dunkelheit unter seiner warmen Decke eingekuschelt hat, dann tritt man hinüber in eine andere Welt - in die Traumwelt.

Die 13 Mädchen der Theater-AG bringen ihre Träume und Alpträume auf die Bühne. Alicia Clemens, Lea Sophia Hagen, Laura Hoffmann, Leonie Kallenberg, Nele Köpke, Sarah Michels, Isabel Nettesheim, Tanja Reiß, Julia Lisa Sobetzko, Özge Yesil, Kim Kurth, Pia Lüdenbach und Susanna Gashi tauchen ein in das Chaos ihrer Träume.

Als sie sich rekeln und wenden wie im Schlaf, erhebt nacheinander eines der Mädchen das Wort. "Ich habe geträumt, mein Karatelehrer steht vor der Tür und spielt Blockflöte." Eine andere sagt: "Ich laufe durch einen dunklen Wald, stolpere und falle mit dem Gesicht in eine Pfütze." Wieder ein anderes Mädchen sagt: "Ich hatte Streit mit einer Freundin, als ich mich vertragen wollte, war sie tot."

Diese Traumsegmente sind real, denn das, so bestätigt hinterher der betreuende Lehrer Philipp Schmolke, hatten die Mädchen wirklich mal geträumt und für die Theater-AG zu Papier gebracht. Aber es geht nicht nur um die Träume, sondern auch um Ängste und Wünsche, die nachts in uns wach werden. Der Streit der Eltern, dargestellt mit dem einfachen stilistischen Mittel, dass zwei Darstellerinnen einen Tisch laut hin und her rücken. "Sie sollen aufhören", ruft eines der Mädchen. "Vielleicht können mich Klaras Eltern adoptieren. Kann ich nicht doch bei Oma schlafen?"

Aber auch die Liebe eines Kakadus zu einem Pferd in den Wolken oder das Gefühl vom Film "Titanic", in dem Kate Winslet und Leonardo DiCaprio wie eine Bugfigur vorne am Schiff dem Wind trotzen, sind in den Träumen, Wünschen, Ängsten und Hoffnungen vereint. "Vieles ist durch Improvisation entstanden", erzählt hinterher Philipp Schmolke.

Als Ideengeberin und für die Umsetzung dieser Improvisationen war Verena Balkenhol verantwortlich. "Wir haben ein Jahr lang gearbeitet. Und die Mädchen sind unheimlich konzentriert dabei und haben keine Scheu. Sie lernen so, dass Theater nicht Texte runterleiern ist, sondern dass man seinen Körper akzeptieren muss."

Elf bis 14 Jahre alt, sind die 13 Mädchen, die zum ersten Mal vor Publikum aufgetreten sind. Und Lehrer Philipp Schmolke ist sehr stolz und auf künftige Projekte gespannt. "Wir können noch die nächsten fünf Jahre so weiterarbeiten, wenn die Mädchen Lust dazu haben." Das scheint zurzeit garantiert.

Kölnische Rundschau 30. März 2009

 

Begeisterung bei der Aufführung von "kitchen stories"

Die Aufführung der "kitchen stories", auf die Bühne gebracht von Schülerinnen und Schülern des Erftgymnasiums unter der Leitung der Theaterpädagogin Birgit Günster, war ein voller Erfolg. Über 70 Zuschauer verfolgten die Verstrickungen im Zusammenleben dreier Wohnparteien in einem gar nicht so anonymen Mietshaus - inszeniert und gespielt mit viel Tempo und Witz. Auszüge wurden wenige Tage darauf noch einmal bei der Präsentation aller Ergebnisse des Projekts im Medio gezeigt, zusammen mit Vorführungen anderer Schulen aus Bergheim, Köln, Düsseldorf und Siegburg.