Schulrundgang | Sitemap | Anfahrt | Impressum | Kontakt

Berufsorientierungswochen im Ausland

Alternativ zu einem BOW-Platz im Raum Bergheim/Köln gibt es auch die Möglichkeit, die BOW im Ausland zu absolvieren.

Es gibt verschiedene Wege, einen Praktikumsplatz zu finden. So ist dies möglich in der Nähe einer unserer Austauschschulen, z.B. in Kozy (Polen) oder Chauny (Frankreich), die bei der Betreuung vor Ort (Gastfamilie, Betrieb) behilflich sein würden. Alternativ kommen aber auch andere Regionen in Betracht. Es sollten auf jeden Fall folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Es muss eine geeignete Unterbringungsmöglichkeit (z.B. Gastfamilie, Unterbringung bei Verwandten oder Freunden der Familie) bestehen.

  • Es muss eine durchgehende und verantwortungsvolle Betreuung im Betrieb gewährleistet sein. Das bedeutet z.B., dass es dort einen festen Ansprechpartner sowohl für den Praktikanten als auch für das Erftgymnasium gibt.

  • Alle anderen im Handbuch genannten Voraussetzungen eines geeigneten BOW-Platzes.

Schüler/innen, die ihre BOW im Ausland verbringen möchten, melden sich bitte möglichst frühzeitig beim BO-Team bzw. Frau Hempel (England), Frau Schwarz/Herrn Bovians (Frankreich) oder Herrn Großmann (Polen).

Die für die jeweiligen Länder zuständigen Kolleginnen und Kollegen prüfen die Eignung des angestrebten Praktikums und helfen bei der Organisation. In jedem Fall ist aber auch die Eigeninitiative der jeweiligen Interessenten gefragt. Darüber hinaus kann die Schule nicht in jedem Falle gewährleisten, dass ein Bewerber mit einem Praktikumsplatz im Ausland versorgt wird.

Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird eine vertragliche Vereinbarung zwischen Familie, Schüler/in, Betrieb, ggf. der betreuenden Schule und dem Erftgymnasium geschlossen. Umgekehrt wird das Erftgymnasium auch eine Anzahl von Praktikumsplätzen in der Region Bergheim/Köln anbieten.

 R. Wiedemann
(BO-Koordinator)

 

Erstes Auslandspraktikum erfolgreich beendet

Vor den Osterferien haben acht Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 ihre zwei Berufsorientierungswochen in England absolviert. Alle unsere Parktikanten wurden von englischer Seite sehr für ihr Engagement und ihre Selbstständigkeit gelobt. Das Bild zeigt Felix W. und Dana B., die am Aldercar Community Language College eingesetzt waren. Dana schnupperte in den Lehrberuf (Science und Modern Languages) hinein, während Felix im IT-Bereich hospitierte.

Praktikums-Bericht von Dana B., 11D

Als wir die Nachricht von Herrn Clemm erhielten, dass unser vorgesehenes Betriebspraktikum nun auch im Ausland möglich ist, waren die meisten von uns direkt begeistert: „Klar, warum denn nicht? Ist schließlich mal was anderes“ und so weiter.

Dann ging alles auch schon ganz schnell, wir konnten uns bewerben, unsere Partnerschule in Derbyshire hat viel für uns geregelt und ein halbes Jahr später fanden wir 8 uns auch schon am Flughafen wieder. Alle waren auf einmal sehr nervös, manche Sorgen kamen auf und natürlich fiel auch der Abschied am Terminal schwer.

Doch kaum bei Sonnenschein nach einem abenteuerlichen Flug auf englischem Grund und Boden angekommen, überwog die Vorfreude alle Bedenken.
Ich kannte meine „Gastschwester“ bereits flüchtig, da sie schon zweimal beim Austausch teilgenommen hatte und wir ein paar e-Mails hin und her geschrieben haben.

Von ihr wurde ich auch direkt am Bahnhof empfangen, zusammen mit ihrer besten Freundin, die auch die Gastschwester meiner besten Freundin war. Es war ein sehr herzliches Hallo und ein wunderbarer Start in die 2 Wochen, die wir vor uns hatten.

Natürlich war der Aufenthalt keineswegs so durchgeplant, wie ein Austauschprogramm. Im Gegenteil, in meiner Gastfamilie herrschte der ganz normale Alltag. Die Eltern gingen zur Arbeit, Shauni, meine Gastschwester, zum College und ihr Bruder zur Schule. Und ich hatte mein Praktikum in einer Grundschule und an unserer Partnerschule, dem Aldercar Community Language College.

Doch trotzdem bemühte sich meine Familie, so wie auch die anderen Gastfamilien, mir einen wunderschönen Aufenthalt zu bereiten und mir so viel wie möglich von ihrem Leben und der Gegend zu zeigen. Ich kam mit auf ein Familientreffen an Muttertag (der ist in England schon Ende März), ging mit meinen Gastgeschwistern zu ihrer Theatergruppe, oder machte mit Shauni Spaziergänge und ging mit zu ihrer Tanzgruppe. Abends saßen wir auch oft einfach  zusammen vor dem Fernseher und haben über unseren Tag gequatscht.

Ich fühlte mich wirklich komplett aufgenommen und wohl in der Familie und wir halten natürlich Kontakt.

Am Wochenende machten wir dann auch etwas mehr. An einem Tag fuhren wir zu dem größten Freizeitpark Englands, „Alton Towers“, wir schlenderten durch ein riesengroßes neues Einkaufscenter und mit dem Rest der Deutschen und Herrn Clemm, der übers Wochenende gekommen war um uns zu besuchen und uns gegebenenfalls zu helfen, gingen wir Essen und ins Kino.

Aber neben dem ganzen Spaß, hatten wir alle natürlich auch noch unsere Praktika. Wie schon gesagt habe ich mein Praktikum an einer Grundschule und unserer Partnerschule absolviert, wo ich von den anderen Kollegen herzlich aufgenommen wurde und mir bei jeder Kleinigkeit entgegen gekommen wurde. Ich konnte sehr viel mit den Kindern machen und habe weit mehr gemacht und erfahren, als ich erwartet hätte.

Nicht nur mein Praktikum, sondern auch die der anderen, waren vorher super von einer Sekretärin der englischen Schule organisiert worden. Sie hat uns Stundenpläne erstellt, unsere Gastfamilien ausgewählt, und wirklich alles dafür gegeben uns einen möglichst schönen Aufenthalt zu gewährleisten. Mindestens genauso viel Mühe gab sich Herr Clemm mit der Organisation auf der deutschen Seite, und, wie schon, gesagt mit dem Besuch in England über das Wochenende um nach uns zu schauen. Mir hat also nicht nur mein Praktikum super viel Spaß gemacht, sondern ich musste mir auch zu keinem Zeitpunkt Sorgen machen, dass irgendetwas Organisatorisches nicht geklappt hat.

Wenn sich noch jemand für ein Praktikum im Ausland interessiert, kann ich euch darin nur bestärken. Es gibt so viele Vorteile. Zum einen ist es natürlich super für euer Englisch, ihr müsst die ganze Zeit Englisch reden, euch an den Akzent gewöhnen etc. und je nach Praktikum braucht ihr natürlich auch neue Vokabeln. Wer zum Beispiel lernt hier in der Schule, 6-jährigen zu erklären, sie sollen Sterne aus Pappe ausschneiden und sie dann mit dem Kleber auf die vorher mit Pinsel und Farbe angemalten Raketen kleben?  Auch wenn sich das vielleicht schwer anhört, nach 2 Tagen hatte keiner von uns mehr Schwierigkeiten.
Außerdem habt ihr noch Mal einen ganz anderen Aspekt: Ihr lernt nicht nur einen Beruf kennen, sondern auch ein anderes Land und somit auch die Unterschiede im Berufsleben: Wie sieht's aus mit den Bezahlungen? Ist das Verhältnis zwischen Kollegen hier anders? Welche Ausbildung braucht man? Etc.
Und ganz nebenbei ist ein Auslandspraktikum im Alter von ca. 17 Jahren auf dem Lebenslauf natürlich auch etwas, was später jeden Arbeitgeber erfreuen wird...

Angst braucht ihr auf jeden Fall keine zu haben: ausnahmslos alle Engländer, die ich kennen gelernt habe, sind unglaublich höflich und hilfsbereit. Und wenn doch mal etwas schief laufen sollte, ist unsere Partnerschule natürlich sofort zur Stelle.

Außerdem ist es wirklich eine tolle Erfahrung, mal zwei Wochen im Ausland ziemlich auf sich allein gestellt zu sein; ohne irgendjemanden, der Bescheid weiß, den Weg vom Flughafen mit der Bahn zu finden, wenn ihr etwas braucht, alles wirklich auf Englisch zu erklären etc. Und ihr werdet garantiert neue Freunde finden & viel Spaß haben.

Für uns hat es sich auf jeden Fall gelohnt :)